Anwendungsbereich

Aufgrund von Stress, Hektik, Vergesslichkeit oder Übermüdung kommt es immer wieder zu Küchenbränden. Nicht umsonst ist der meistgedachte Satz beim Verlassen der Wohnung: „Habe ich den Herd ausgeschaltet?“

Die Herdüberwachung hilft, diese gefährlichen Situationen zu verhindern. Sie überwacht die Temperatur über den Kochplatten und schaltet den Herd bei zu hoher Temperatur und nach einer individuell eingestellten Zeit ab.

Mögliche Einsatzbereiche:

  • Für Senioren und Menschen mit demenzieller Erkrankung im Rahmen einer Wohnraumanpassung für Senioren gerechtes und selbständiges Wohnen. Die Herdüberwachung ermöglicht es, das gewohnte Umfeld zu erhalten und länger selbständig zu wohnen.
  • Im privaten Haushalt als Herdabsicherung und Brandschutz.
  • Im Unternehmen als Ergänzung des Brandschutzkonzepts.
 

 

Funktionen der Herdüberwachung

  • Automatische Herdabschaltung
    • Nach Ablauf der einstellbaren Kochzeit
    • Bei zu hoher Hitzeentwicklung der Herdplatten oder Kochfelder
      (Messung durch drahtlosen Sensor über dem Herd)
  • Signalisierung bei Gefahr
    • Optisch durch mehrfarbige LED.
    • Akustisch durch einstellbaren Signalton.
  • Geeignet für alle Elektroherde
    • Herde mit 1- und 3-Phasen
  • Zusatzfunktionen
    • Automatische und manuelle Rücksetzung
    • Überwachung der Verbindung zum drahtlosen Hitzesensor
    • Aktivierbare Kochzeitverlängerung z.B. für Pflegepersonal oder Angehörige
    • Temperaturüberwachung des Herdes auf Hitzeentwicklung


 

Funktionsweise im Alltag

Im täglichen Gebrauch funktioniert der Herd wie gewohnt und bedarf keiner zusätzlichen Bedienung.
Die Herdüberwachung startet automatisch, wenn der Herd eingeschaltet wird.
Wird der Kochvorgang normal abgeschlossen bzw. der Herd nach dem Kochen normal abgeschaltet, ist die Herdüberwachung ohne Eingriff für den nächsten Kochvorgang bereit.

Zu einer automatischen Abschaltung des Herdes kommt es nur, wenn die vorher eingestellte „zugelassene Benutzungszeit“ erreicht oder eine kritische Temperatur überschritten wird. In diesem Fall wird die Stromzufuhr des Herdes durch die Herdüberwachung solange unterbrochen, bis dieser abgeschaltet (Null-Stellung der Schalter) wurde.
Beim Wiedereinschalten des Herdes ist die Herdüberwachung ohne Eingriff wieder voll einsatzbereit.


Die Systemeinheiten

Die Herdüberwachung besteht aus einem Zeitüberwachungsmodul (Steuereinheit) und einem Temperaturmodul (drahtlose Sensoreinheit).

Die Steuereinheit wird hinter dem Herd montiert und unterbricht die Stromzufuhr des Herdes falls die vorbestimmte „zugelassene Benutzungszeit“ überschritten wird. Die „zugelassene Benutzungszeit“ ist die maximale Zeit, die dem Benutzer zum Kochen eingeräumt wurde.
Die drahtlose Sensoreinheit wird über dem Herd montiert und misst den Temperaturverlauf am Herd. Sollte die Temperaturentwicklung zu hoch werden, schaltet die Herdüberwachung die Stromzufuhr zum Herd ab.
Ist der Kochvorgang abgeschlossen, schaltet der Benutzer den Herd ab. Nach kurzer Zeit erlischt die grüne Lampe an der Sensoreinheit. Damit ist die „zugelassene Benutzungszeit“ zurückgestellt. Beim Wiedereinschalten des Herdes beginnt die voreingestellte Zeit erneut abzulaufen.